Auswerfen will gelernt sein….

Man lernt ja viel im Angelkurs….vom ablaichen der Cypriniden über den Sitz der Schwimmblase irgendwelcher Fische die ich bis dato nur aus Büchern sah. Aber auswerfen- musste ich mir selbst beibringen. Und das ist gar nicht so einfach. Sonntags am Rhein startete ich meinen ersten Versuch. Schnursalat….Haken vor die eigenen  Füße geworfen …. nach links geworfen und der Wobbler landete links, nach links geworfen und der Wobbler landete rechts…..Schließlich landete der Drilling in der Angeltasche hinter mir.

Wenigstens ist keiner da der zusieht- dachte ich.

Plötzlich bemerkte ich Stimmen hinter mir. Bloß nicht hinschauen- nichts anmerken lassen. Völlig lässig den Drilling mit der Zange aus der Angeltasche lösen…..Klappt nicht. Ok- dann mit voller Kraft. Ich rutsche auf dem Gras aus, lande auf dem Allerwertesten, über mir die Angeltasche mitsamt dem Drilling der jetzt mit der Rückseite auch noch in meinem Pulli verhakt ist. Ok- Notfallplan: erst mal Drilling aus dem Pulli raus. Geschafft – Pulli ist aber im Ärmel. Jetzt Drilling aus der Angeltasche . Widerhaken weg und rausziehen. Geschafft – die Rutentasche hat jetzt aber n Loch. Neuer souveränder Auswurf- der Drilling landet rechts von mir am Steinufer.

“ Guten Tag – Wasserschutzpolizei. Können sie mir bitte ihre Papiere zeigen?“ ertönt es.

Wow- denke ich. Die haben aber lange überlegt mich zu fragen….oder sie wollten sich einfach das Spektakel nicht entgehen lassen….

“ Versuchen Sie es mal mit nem Wurm“, meint der Polzist danach.

Lieber nicht. Der wäre bei der momentanen Wurftechnik sicher tod bevor er das Wasser sehen würde.

Was lernen wir aus diesem Mist? Lass den guten Pulli besser im Schrank wo er ist.